
Stille
Stille geht der Tag zur Neige,
stille ruht der Abendschein.
Stille geh’n wir miteinander
in die stille Nacht hinein.Stille wird es rings auf Erden,
stille wird es auch in mir.
Stille wird’s in meiner Seele.
Denn ich ruhe still bei dir.Stille, Stille, alles stille.
Olaf Böhme – Die Tage die Nächte die Jahre – Gedichte 1980-2003
Still bist du und still bin ich.
Stille ist. Es ist so stille.
Wir sind still. Ich liebe dich.
Olaf Böhme hat viele Spuren hinterlassen – und jede Spur ist eine Erinnerung. Manch einer kannte ihn vielleicht persönlich, ein anderer wiederum erlebte ihn auf der Bühne. Immer aber hinterließ er Eindrücke und Erinnerungen. Diese Momente miteinander zu teilen und zu bewahren… Dafür ist hier Gelegenheit. Und wer weiß… Vielleicht wird ja sogar einmal ein Buch daraus?
Woran erinnern Sie sich am liebsten?
Ich werde ihn nie vergessen. In der ersten Rolle in der ich ihn sah spielte Dr. Olaf Böhme Shakespears „Falstaff“ …meine Mutter spielte die „Frau Fluth“. Olaf war ein großer, imposanter Mann mit einer unglaublich herzlichen Ausstrahlung. Ich erinnere mich vor allem an sein Lachen und daran dass ich mit ihm immer Späße machen konnte.
Es war ein Samstag Vormittag 1987 …ich war 11 und kam gerade von der Schule nach Hause (ja wir hatten Sa. Schule) wo u.a. Olaf an unserem Küchentisch saß. Als ich die Küche betrat hörten alle schlagartig auf zu diskutieren, sahen mich an und Olaf sagte zu mir: „wir haben ein Attentat auf Dich vor.“
Mir schoß sofort durch den Kopf was die glorreichen 7 (unsere Gang) in letzter Zeit angestellt hatten …und ich war erleichtert, weil ich nur eine Rolle in seinem Film spielen sollte.
Die Dreharbeiten waren für denselben Samstag und Sonntag geplant …aber der kleinwüchsige Schauspieler der sich seit längerem auf die Kinderrolle vorbereitet hatte, war an dem Wochenende sehr krank.
Doch Olaf gab nicht auf, er wusste dass ich das kann, er glaubte an mich… wir fuhren sofort zum Drehort und am Sonntag war seine erste Filmproduktion „Zu Tisch“ im Kasten.
Das Filmfestival Cottbus sagt: Bedrückend ist die Atmosphäre an diesem familiären Mittagstisch. Die Zucht und Ordnung beim Ritual des Essens wird immer wieder zerrissen von Gefühlsausbrüchen. Eine schmerzhafte Metapher über die Agonie der letzten DDR-Jahre.
Ich musste erst kürzlich wieder daran denken, bin dadurch auf Olafs Webside gestoßen. Olaf war nicht nur der Schöpfer des „betrunkenen Sachsen“ für mich war er auch einer der größten Sachsen aller Zeiten.
Beste Grüße an alle Freunde&Familie
Es war ein Samstag Vormittag 1987 …ich war 11 und kam gerade von der Schule nach Hause (ja wir hatten Sa. Schule) wo u.a. Olaf an unserem Küchentisch saß. Als ich die Küche betrat hörten alle schlagartig auf zu diskutieren, sahen mich an und Olaf sagte zu mir: „wir haben ein Attentat auf Dich vor.“
Mir schoß sofort durch den Kopf was die glorreichen 7 (unsere Gang) in letzter Zeit angestellt hatten …und ich war erleichtert, weil ich nur eine Rolle in seinem Film spielen sollte.
Die Dreharbeiten waren für denselben Samstag und Sonntag geplant …aber der kleinwüchsige Schauspieler der sich seit längerem auf die Kinderrolle vorbereitet hatte, war an dem Wochenende sehr krank.
Doch Olaf gab nicht auf, er wusste dass ich das kann, er glaubte an mich… wir fuhren sofort zum Drehort und am Sonntag war seine erste Filmproduktion „Zu Tisch“ im Kasten.
Das Filmfestival Cottbus sagt: Bedrückend ist die Atmosphäre an diesem familiären Mittagstisch. Die Zucht und Ordnung beim Ritual des Essens wird immer wieder zerrissen von Gefühlsausbrüchen. Eine schmerzhafte Metapher über die Agonie der letzten DDR-Jahre.
Ich musste erst kürzlich wieder daran denken, bin dadurch auf Olafs Webside gestoßen. Olaf war nicht nur der Schöpfer des „betrunkenen Sachsen“ für mich war er auch einer der größten Sachsen aller Zeiten.
Beste Grüße an alle Freunde&Familie