Olaf Böhme in Gedenken an den Dresdner Kabarettisten und Schauspieler Olaf Böhme (1953 – 2019)
in Gedenken an den Dresdner Kabarettisten und Schauspieler Olaf Böhme (1953 – 2019)

Erinnerungen

Olaf Böhme im Sommer 1990 in Basel
Olaf Böhme im Sommer 1990 in Basel / Foto: Privatarchiv

Stille

Stille geht der Tag zur Neige,
stille ruht der Abendschein.
Stille geh’n wir miteinander
in die stille Nacht hinein.

Stille wird es rings auf Erden,
stille wird es auch in mir.
Stille wird’s in meiner Seele.
Denn ich ruhe still bei dir.

Stille, Stille, alles stille.
Still bist du und still bin ich.
Stille ist. Es ist so stille.
Wir sind still. Ich liebe dich.

Olaf Böhme – Die Tage die Nächte die Jahre – Gedichte 1980-2003

Olaf Böhme hat viele Spuren hinterlassen – und jede Spur ist eine Erinnerung. Manch einer kannte ihn vielleicht persönlich, ein anderer wiederum erlebte ihn auf der Bühne. Immer aber hinterließ er Eindrücke und Erinnerungen. Diese Momente miteinander zu teilen und zu bewahren… Dafür ist hier Gelegenheit. Und wer weiß… Vielleicht wird ja sogar einmal ein Buch daraus?

Woran erinnern Sie sich am liebsten?

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45 Einträge
Arend Flemming schrieb am 24. März 2021
Olaf war ein genialer Mathematiker und liebte doch die Kunst mehr als die Mathematik.
Wir hatten viele intensive Gespräche über Beruf und Berufung, da auch ich während der Wendezeit als Informatiker in der Kulturszene (in der Bibliothek) "gelandet" war.

Besonders schön waren die gemeinsamen Stunden beim Volleyball an der TU Dresden mit anschließender Sauna ... Sauna mit Olaf war ein Hochgenuss ...

In den Folgejahren konnten wir ihn sehr oft in der Bibo begrüßen, immer zum großen Vergnügen aller Besucherinnen und Besucher.
Noch vor einigen Jahren durften wir noch mit ihm über die Gestaltung seiner Scholle in Klipphausen fachsimpeln.
Sein Tod vor 2 Jahren hat mich sehr traurig gestimmt.
Olaf fehlt mir sehr und er fehlt im Moment enorm als optimistischer Kerl in der Kulturszene in Dresden und Sachsen.
Ulrike Kunze schrieb am 23. März 2021
Von 1972-1976 studierte ich an der TU Dresden Sektion 10.
Zu dieser Zeit war Sport an der TU ein Pflichtfach. Ab dem dritten Studienjahr konnten wir dann eine sportliche Richtung auswählen.
Und so traf ich Olaf Böhme zum ersten Mal beim Schwimmunterricht im Sachsenbad.

Er galt als das "Superhirn" in der Sektion Mathematik und bekam das höchste Leistungsstipendium, was es damals gab. Da ich in einem mathematischen Fach nicht durchsah und nur noch einmal wiederholen durfte, wollte ich ihn eigentlich mal ansprechen, ob er mir mal Nachhilfe geben würde. Vor lauter Ehrfurcht habe ich mich aber nicht getraut. Zum Glück hat sein Kommilitone mir geholfen, so dass ich im Ergebnis weiter studieren durfte.

Als ich den "Betrunkenen Sachsen" zum ersten Mal im Fernsehen sah, war ich wirklich überrascht. Ja, Einstein hatte ja auch seine musische Seite.
Jürgen Weiß schrieb am 22. März 2021
Allem voran möchte ich Ihnen, Herr Kaufmann, für die geschaffene Möglichkeit, uns an Olaf Böhme erinnern zu können, herzlich danken.

Das erste Mal, daß ich Olaf erleben durfte, war im Rahmen eines Belegschaftsfestes meines damaligen Arbeitgebers in den 90-iger Jahren. Es war eine Art "Hoffest". Und plötzlich kommt da ein Betrunkener auf das Gelände und stört den regulären Ablauf der Festivität. Die wenigsten Anwesenden konnten wissen, daß der "Künstler" offiziell engagiert war. Natürlich gelang es Olaf dann, uns als "Betrunkener Sachse" zu belustigen.

In der Folgezeit konnte ich ihn bei diversen Auftritten, z.B. auch einer Vorlesung im TU-Hörsaal, genießen.
So fand auch die DVD "Böhme Best of " irgendwann seinen Weg in mein Wohnzimmerregal.

Meine letzte persönliche Begegnung mit Olaf hatte ich (vermutlich) 2016. Wir waren beide, zufällig nebeneinanderstehend, unter den Zuschauern zur Eröffnung des Elbhangfestes an der Loschwitzer Kirche. Wir kamen über ein Kuchenpaket, das Olaf in den Händen hielt, in ein lustiges, "olafspezifisches" Gespräch. Das habe ich nie vergessen.
Sein Vermächtnis hat mich sehr berührt.
Ulf schrieb am 22. März 2021
Ich habe eine schöne Erinnerung an die Anfangszeit des Theater 50 auf der Maternistr.:

Damals kannte ich Olaf Böhme noch gar nicht. Mein Bruder meinte, wir könnten ihn uns ja mal ansehen. Und da ich der "kleine" Bruder bin, sollte ich Karten besorgen.
Damals war noch nix mit Online- Tickets, Ich bin also persönlich hingefahren.
Ein freundlicher Herr mit verschmitztem Lächeln verkaufte mir die Karten und wünschte "Viel Spass bei Olaf Böhme".
Der "AHA- Effekt" kam dann am Abend der Veranstaltung, als es losging und der freundliche Herr vom Kartenverkauf auf die Bühne kam, es war natürlich Olaf!
Es war ein unvergesslicher Abend mit einem unvergessenen Olaf Böhme!
Heidi schrieb am 21. März 2021
.....heute habe ich mal wieder in meinem DVD-Regal gestöbert. Dabei fiel mir zufällig eine DVD von Olaf Böhme in die Hände ( !!! der betrunkene Sachse-Treffpunkt Kronentor !!! 🙂

Spontan sah ich die mir mit meiner "Muddi" an. Dazu haben wir einen Cappuccino getrunken. Hm lecker! Naja, wir konnten jedenfalls in Erinnerungen schwelgen, auch unsere schöne Stadt Dresden war so gut im Film dargestellt das wir froh sind waschechte Dräsdner zu sein. Vor allem so unbeschwert in Dresden rumzulaufen, z.B. in die Kunsthofpassage, die Dresdner Pfunds Molkerei oder aber auch mal mit der Schwebebahn zu fahren waren tolle Erinnerungen.

Mit Olaf war ein Bummel durch DRÄSDN übrigens sehr empfehlenswert und sehenswert (DVD TREFFPUNKT KRONENTOR) und mal abschalten "von allem".... wir vermissen die Kunst- und Kulturszene etc.
Liebe Grüße
Bettina, Kuppelhalle Tharandt schrieb am 21. März 2021
Olaf Böhme war Schirmherr unseres Hauses Kuppelhalle Tharandt – nicht nur auf dem Papier sondern mit Herz und Seele.
Viele Jahre erfreuten wir uns gemeinsam mit einem erlesenen Publikum an den traditionell jährlichen Gastspielen in unserem Haus. Wir haben ihn stets als tiefgründig sinnierenden Menschen mit viel Herz und Menschlichkeit erlebt.

Seine Stücke waren herzerfrischend, zum „Brüllen“ komisch und doch sehr tiefsinnig.
Privat erlebten wir ihn als Mensch ohne jede Starallüren, interessiert an den Menschen, über und für die er seine Stücke schrieb.

Die Einladung zu unserem 25. Haus-Jubiläum war bereits an ihn geschrieben, als uns die traurige Nachricht seines Ablebens im März 2019 erreichte. Fast genau zwei Jahre ist es her und noch immer sind wir in Trauer einen brillanten Künstler, einen engagierten Schirmherren unseres Hauses und einen guten Freund verloren zu haben.

„Olaf, sollte es ein Leben nach dem Tod geben, die verpasste Feier holen wir nach, ganz sicher. Wir danken ganz herzlich für die schönen Stunden, die Du uns geschenkt hast und werden Dich nicht vergessen.“

Auch dem Ersteller dieser wunderbaren Homepage, Herrn Thomas Kaufmann, ein herzliches Dankeschön.

Bettina – im Namen seiner Kuppelhallen Freunde
Karina schrieb am 21. März 2021
Olaf Böhme war ein nahbarer Künstler, ohne jegliche Starallüren. Ein Sachse wie Du und ich...
Für mich war er ein Star. Ich habe ihn in vielfältigen Aufführungen erlebt. Z.B. auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch, als er u.a. über seinen Garten sinnierte, der so klein war, dass er selbst rausgehen muss, wenn Besuch kommt. Oder im Trocadero-Zelt von Sarrasani. Da saß er mit einer Angel auf der Bühne und sagte erstmal nur wenig. Ich kam ziemlich knapp zur Vorstellung, auf den Stühlen lag Werbung von Sarrasani und alle anderen Zuschauer in der ersten Reihe hatten diese Zettel auf meinen Stuhl gelegt. Ich nahm den Stapel und legte in auf den Rand der Bühne. Als Olaf Böhme auf die Bühne kam, kam er zu mir und sagte, ich solle das Papier dort wegnehmen, er hat gern einen sauberen Arbeitsplatz und zwinkerte mir zu.

Und dann war ich bei seiner letzten Vorstellung im Boulevardtheater. Der Intendant kam vorher auf die Bühne und sagte, wenn es Olaf Böhme wieder schlechter ginge, müsste die Vorstellung abgebrochen werden. Aber er war gut drauf, saß in einem Sessel und ließ sich Stichworte seiner ganzen Programme aus dem Saal zurufen und er erzählte dann nochmal was dazu. Er stand auch auf und lief auf der Bühne rum. Die Vorstellung musste nicht abgebrochen werden. Vielen, Vielen Dank für diese letzte Vorstellung!!!

Als Trost schaue ich mir ab und zu meine DVD "Treffpunkt Kronentor" an. Da ist ein Fehler drin und ich schrieb damals eine Mail an ihn und wies ihn darauf hin. Er antwortete mir persönlich, dass der Fehler leider zu spät bemerkt wurde. Er war ein unvergesslicher Mensch!!!
Annett schrieb am 21. März 2021
Ich habe wenige Stücke von Olaf Böhme verpasst. Er war einfach wunderbar und bleibt unvergessen!
Das letzte Mal, als ich ihn erleben durfte, war am 7.3.17 in der Johannstadthalle zu seinem Film "Ich schaue dich an". Es war in vielerlei Hinsicht ein bewegender Abend. Vor kurzem habe ich einige DVDs von ihm erstanden und mit meinem Mann einen zweistündigen Olaf Böhme - Abend genießen können. Schöner als jedes Fernsehprogramm 😉
Er wird immer in unseren Herzen bleiben!
Karolin Lode schrieb am 20. März 2021
Lieber Olaf, ich vermisse dich sehr.
So viele schöne Momente, die ich in den frühen Jahren im TJG erleben durfte, Tränen gelacht und den Ernst dabei erkannt.
In den letzten Jahren beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine der Uniklinik, mit tiefgründigen und persönlichen Gesprächen. Ich denke oft daran.
Eines Sommertages gingen wir noch ein paar Schritte gemeinsam, du mit Strohhut und weißem Hemd, doch irgendwie mit Zuversicht. Ich weiß nicht wann wir uns das letzte Mal gesehen haben.... alles ging so schnell, auf einmal und ich konnte mich nicht verabschieden.
Sei umarmt, wo immer du bist.
Karolin
Elfi Ullmann schrieb am 20. März 2021
Wir sind unendlich traurig, dass Olaf Böhme so schnell verstorben ist.
Er hat uns so viele schöne Stunden bereitet, wir haben uns krumm und schief gelacht, leider gibt es das heute nicht mehr.
Schade, schade aber es gibt ja Gott sei Dank Videos!
Vor allem wir Sachsen haben ihn so gern gehabt und seinen speziellen Humor verstanden!!!
Uwe und Cornelia Giesmann schrieb am 19. März 2021
Olaf Böhme, wenn er im Programm war, egal ob in der Komödie oder in Hoppes Hoftheater mussten wir hin.
Was haben wir gelacht und uns den Bauch gehalten.
Wenn er seinen Schlips auf halb acht stellte ging es los mit der Steuererklärung und de Mutti als außergewöhnliche Belastung angekreuzt wurde. Er fehlt einfach! Wir werden ihn als einen der besten Comedien den unser Dresden aufweisen konnte in Erinnerung behalten.
Rolf Bührend schrieb am 19. März 2021
In meinen Lebenserinnerungen fand ich diese Sequenz und freute mich, wenn noch einige Menschen diese Vorstellung im Theater 50 in ihrem Gedächtnis tragen:

Do. 11. Feb. 1993: Theater 50 mit Olaf Böhme: “Schloß im Wörtersee”

Ich hatte mich damals richtig reingehängt in das Programm des kleinen Theaters 50 in der Malter-, Ecke Clara- Zetkinstraße. Keine neue Vorstellung ließ ich aus. Diese kleine Bühne war fast das Einmann- Unternehmen des Kabarettisten Olaf Böhme, dem ich damals große Bewunderung zollte. Die Spielstätte war im Erdgeschoss des Eckhauses untergebracht. Von der Straße führten einige Stufen zur Eingangstür, durch die man in den Vorraum gelangte. Ehemals war es vielleicht ein Straßencafé gewesen oder eine Eckkneipe, wie sie in vielen solchen Dresdener Quartiervierteln noch heute zu sehen sind.

Ein paar Stühle standen hier, ein oder zwei runde Tischchen. Mit schlichten Mitteln ist renoviert worden. Man konstatiert: Hier kämpft sich ein Schauspieler von ganz unten in die Selbständigkeit. Durch eine Durchreiche ist Herr Böhme zu sehen. Er streicht die bestellten Karten auf der handgeschriebenen Liste ab, fragt nach der Weinsorte, füllt den Wartenden Gläser ein und reicht kleine Schnittchen, kassiert. Wir sind zeitig da, sehen wie sich der kleine Raum füllt. Die Garderobe ist im winzigen engen Gang hinter der kleinen Küche, in der Böhme noch hantiert. Eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung drängt sich alles an der kleinen Tür, hinter der es noch dunkel ist. Schnell den Wein ausgetrunken und hinzugedrängt. Der „Theatersaal“ ist ein größeres Zimmer von vielleicht 40 m². Hinten sind ein paar hölzerne Podeste ansteigend eingebaut. Die Sitze sind denkbar spartanisch. Vorn sind es noch einfache Stapelstühle, dann sitzt man auf den Podeststufen, die mit dünnen Kissen gepolstert sind. Über uns, schon professioneller, mehrere Reihen Scheinwerfer, Kabel, Elektrik.
Immer dichter schieben sich die meist jugendlichen Zuschauer zusammen. Bald scheint kein Platz mehr frei, da drängen noch einige Spätkommer herein, recken suchend die Köpfe. Irgendwo rückt man zusammen, schafft noch etwas Freiraum, eine Welle geht durch die betroffene Reihe. Jeder gibt noch zwei Zentimeter nach. Dann geht in dem schwarz verhangenen Raum das Licht aus. Noch murmelt, hustet und knistert es, dann erstirbt jeder Ton. Ein Tonband plärrt eine Eingangsmelodie. Ein Spotlicht geht an. Olaf Böhme steht vorn, der vielseitige Mann hinter der Durchreiche. Er braucht kein Mikrofon. In der Hand hält er einen Plastebeutel.

„Ein Schloß im Wörtersee“. Man muss diesen Titel wört –lich nehmen, ohne h. Auf dem Fußboden des Spielzimmers liegt, so dass man bei der Platzsuche hindurchwaten muss, eine Flut von beschriebenem Knüllpapier, mit Wörtern eben, ein Wörtersee. Nun beginnt eine eineinhalbstündige Solodarstellung eines Sachsen, dessen Bonmots nur ein Sachse so richtig auskosten und wirklich genießen kann. Böhme führt in seinem Schlossrundgang den Besucher durch zeitgemäße Befindlichkeiten, gebrochen an Medienklischees und der empfindlichen Seele eines Einheimischen mit der Paradefigur des „betrunkenen Sachsen“, die ihm später zu regionaler Prominenz verhalf. Ein Mann aus dem Volke hält dem Volk den Spiegel vor. Bestes Kabarett, so meinte nicht nur ich. Ich hatte Schmerzen im Zwerchfell, war Teil einer köstlich unterhaltenen Familie von Gleichgesinnten Angesprochenen. Die Steuererklärung, immer wieder die „Muddi“, die neue Einkaufswelt… Er stand nicht uns gegenüber, er stand unter uns. Ein Feuerwerk brannte da ab von herrlichen Kalauern, Parodien und Imitationen auf den armen Turnbeutel, der sich mit seiner Frau, dem Haushalt, dem Finanzamt, der neuen westlichen Bürokratie und seiner arbeitslosen Männlichkeit herumschlägt. Wie er da schwankend, mit schwerer Zunge lallend, mit dem Plastikbeutel in der Hand sein überfordertes Ich verteidigt, das gehört zum Besten des sächsischen Kabaretts.

Ein ähnliches Gefühl dieses intimen Zimmertheaters empfand ich nur noch in den Begegnungen mit dem ebenfalls unvergesslichen Rolf Hoppe auf Schloss Weesenstein.
Rolf Bührend, 81 Jahre
anonym schrieb am 18. März 2021
Ich kannte Olaf Böhme nur dem Namen nach.
In meiner Arbeit, deshalb muss ich anonym bleiben, hatte ich mit einer betagten Bürgerin zu tun, die in seinem Haus wohnte.
Weil sie sehr besonders war, weigerte sie sich, Miete zu bezahlen. Und was machte Olaf Böhme? Nichts! Er ließ die Dame kostenlos wohnen.

Das hat mich nicht nur gewundert, sondern ich habe seitdem ihn bewundert!
Schade, dass gute Menschen so zeitig sterben.
Dr. Joachim Oelschlegel schrieb am 18. März 2021
An der TU Dresden waren wir Kollegen und spielten einmal wöchentlich zum Feierabend Volleyball. Er war mit Leib und Selle bei der Sache.
Seine Grimassen bei Erfolg und Misserfolg waren herzerfrischend.

Die Wende führte viele Jahre nur zu Zufallstreffen. Kam ich in seine Vorstellung, hat er mich immer mit irgendwelchen Sprüchen vor dem Publikum begrüßt; war mir deshalb peinlich.
Ab 2009 hatten wir dann ab und zu Mailverkehr.
Anbei eine Mail die ich ihm schrieb (12.10.2014):

Lieber Olaf,
anbei zwei Bilder, die nur dokumentarischen Wert haben, da ich im Moment keine Kamera habe und deshalb mit dem iPhone stümpern muss.
Im übrigen hat mir ein Satz von Dir bei Frau Nütt sehr gut gefallen; sinngemäß "wir sehen und empfinden im Bild das, was im Unterbewußtsein (als Wunsch oder Sehnsucht ) verschüttet ist".
Wunsch und Sehnsucht habe ich frei erfunden.

Gruß Joachim
Uwe Skoupy schrieb am 18. März 2021
Ich habe Olaf Böhme zwei Mal persönlich erleben dürfen. Einmal auf dem Weihnachtsmarkt in Alt-Kötzschenbroda. Er hatte dort einen kleinen Stand und verkaufte seine Bücher, DVD`s und CD`s.
Das andere Mal war ein Auftritt von ihm anlässlich des Frühschoppens beim Wiesenfest in Polenz. Beide Male habe ich Olaf Böhme als sehr angenehmen und völlig unprätentiösen Gesprächspartner erlebt.

Sein "Betrunkener Sachse" ließ das kleine Festzelt beben. Er spielte ihn genau so, wie er es bei zahllosen Aufführungen vor "großem Publikum" auch tat. Ich schätze heute noch sein Engagement für seine damalige Heimatgemeinde und natürlich für "sein" Dresden.
Ram und Andy schrieb am 18. März 2021
Olaf, genial und unvergessen!!! Schmerzen in der Bauchregion, wegen der Lachkrämpfe, inbegriffen.

Wir hatten uns in der Zeit geirrt und waren damals, noch in seinem Studio auf der Maltestr, eine Stunde zu früh da. Riesige Rauchwolken kamen uns entgegen. Olaf raste hin und her und her und hin. Olafe wollte feuern, was offensichtlich nicht gelungen war. Wir halfen den Ofen in Gang und den Qualm aus den Räumen zu bekommen. Ist uns gelungen. Olaf sagte, danke und gudd das die muddi nicht da ist, der Roman wäre lang geworden.... Wir lagen fast auf dem Fußboden vor lachen.

Später waren wir sozusagen Dauergäste. Jedes seiner Programme wurde mind. 1x genossen. Dann wurden Gäste mitgeschleppt. Meist waren die dann fix und fertig weil: Bauch tat weh und von Lachtränen gerötete Augen. Vor allem absolut unvergessen die Veranstaltungen in Moritzburg, "August der Schwache", mit Alf, Peter und Rainer. Genial!!! Die Erinnerung bleibt zum Glück erhalten.

Lass Dir`s gut geh´n da oben. In unserem Herzen, in den Gedanken und auch im Bücherschrank bist Du immer zugegen.
Simone und Volker Herzog schrieb am 18. März 2021
Vielen lieben Dank Herr Kaufmann für die geschaffene Möglichkeit uns an Olaf Böhme erinnern zu dürfen.

Wir denken ganz oft an Olaf Böhme. Er hat uns ganz viele Jahre in unserem Leben begleitet. Ob es Veranstaltungen im Theater 50, auf der Privatbühne bebe, im Kulturpalast Dresden und unsere letzte Veranstaltung mit ihm in der Kuppelhalle Tharandt waren.

Eines vergessen wir allerdings nie. Als wir zu einer Veranstaltung im "bebe" waren, stand Olaf Böhme am Ausgang mit einer Schale aus der sich jeder Besucher eine blaue Glasmurmel mitnehmen durfte. Diese beiden Murmeln liegen seit über 20 Jahre bei uns in der Küche in einem Regal und werden gehütet wie ein Schatz.
Wir vermissen ihn sehr und werden ihn nie vergessen.
Jörg Klotzky schrieb am 18. März 2021
Olaf Böhme zählt für mich immer noch, als einer der Besten sächsischen Humoristen und genialen Geschichten-Erzähler.

Seine Lesung aus dem Telefonbuch, erlebte ich Live im Jahr 2000 in der KOMÖDIE Dresden, für mich ein bleibendes Denkmal für seinen hervorragenden Humor.
Wir werden Ihn nie vergessen!
Angelika Grießing schrieb am 18. März 2021
Nach einer Aufführung hier in Freital kaufte ich 2 Bücher der Pichmann-Gedichte bei ihm am Ausgang. Eins für uns und eins zum Verschenken an eine gute Freundin, die die Gedichte ebenso schätzt.
Sein Kommentar dazu: "Freilich das Buch ist ziemlich dünn, da liest man gern das nächste!" Sein oft so trockener wie herziger Humor fehlt uns allen, zumal in dieser z.Zt. wenig humorvollen Zeit.
Martin schrieb am 18. März 2021
Hallo,
ich bin ebenfalls großer Fan!
Es war in Freital-Wurgwitz beim Scheunenverein zum Weihnachtsmarkt (ich glaube es war zu einem Zeitpunkt als Olaf schon nicht mehr auf der Bühne stand).

Ich stand an der Bratwurstbude und vor mir ein Mann mit Mütze, welcher sich ebenfalls ne Wurst gegönnt hatte.
Als ich meine Bestellung aufgab und der vor mir stehende Herr gerade Senf o. Ketchup aus der hängenden Zapfanlage in sein Brötchen spritzte, kam, ohne ihm in Gesicht zuschauen ein Spruch... : "naor, hadd de Muddi wieder Knast..."?
Es schlug ein wie ein Blitz und ich wusste genau wer das eben sagte.

Kurzes Zuzwinkern seinerseits, frohe Weihnachten und schon war er in der Menge des Marktes verschwunden.

Cooler Typ - Schade dass er nicht mehr da ist!